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Gastbeitrag von brainworks: VoIP-Know-how to go – Die PBX Telefonanlage

Yvonne Preindl - 14. September 2017 - Telefonanlage, Telefonie, Sicherheit, SIP Trunk, VoIP

Welcome Voice over IP. Der Turbo für Vertriebsprozesse.

Ein Kunde ruft im Autohaus an und der Bearbeiter sieht sofort die dazugehörige Historie. Das macht den gesamten telefonischen Kundenkontakt individueller, zielgerichteter und effizienter. Resultierend daraus erhöht sich die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, weil nervende Abfragen, Rückfragen und auch Missverständnisse minimiert werden.

Klingt gut? Und wird mit dem neuen Telefonie-Standard Voice over IP spielend möglich. Zukünftig werden alle Gespräche über das Internet Protokoll laufen und das bringt eine Fülle an neuen Möglichkeiten mit sich. Die Vorteile von VoIP liegen auf der Hand: Die Vermittlung von Gesprächsdaten über das Internet-Protokoll ist grundsätzlich kostengünstiger, erlaubt neue Funktionen und erleichtert das Zusammenschalten von Festnetz, Mobilfunknetz und weiteren internetbasierten Diensten. Das macht uns noch flexibler und effizienter und damit hat VoIP das Zeug im Zuge der Digitalisierung zum Business Enabler zu avancieren.

Die Basis muss stimmen. Das gilt auch in der Telefonie.

Der Umstieg auf VoIP spielt gerade KMUs in die Karten, die sich mit teilweise erstaunlich geringem Investitionsvolumen viel stärker für die Zukunft aufstellen können. Ausgehend von vorhandener IT-Infrastruktur wird ein „Basispaket“, bestehend aus einer PBX-Telefonanlage, SIP-Trunks und VoIP-Telefonen, benötigt und schon kann telefoniert werden. Wobei letzteres auch einfach durch Softphone-Clients ersetzt werden kann. Sollen weiterhin alte ISDN-Strukturen integriert werden, erfolgt das einfach mit Hilfe entsprechender Gateways.

Nicht auf der Leitung stehen. Die Internetverbindung zählt.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass für fünf gleichzeitige Gespräche eine Bandbreite von 0,5 Mbit/s zur Verfügung stehen muss. Für ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitern reicht in der Regel ein 16 Mbit/s Anschluss. Um Qualitätseinbußen bei der Telefonie zu vermeiden und Quality of Service sicher zu stellen, sollten einzelne Internetdienste über Brandbreitenmanagement priorisiert werden.

Das Herzstück: Die PBX-Telefonanlage.

Der Markt ist riesig und verwirrend. Deshalb sollten am Anfang folgende Fragen stehen: Welche Funktionen werden zukünftig benötigt? Wie sieht die derzeitige IT-Infrastruktur aus? Wie groß ist das Unternehmen bzw. wie viele Durchwahlen werden benötigt?

Weiterhin sollte bei der Auswahl der passenden PBX-Telefonanlage folgendes in die Überlegungen einbezogen werden:

1. Plattformunabhängig: Ist die PBX-Telefonanlage als Software auf gängigen Betriebssystemen installierbar, verfügbar in der Cloud, als SaaS, als Hardware oder als eigenständige virtuelle Maschine – flexibel und passend zur vorhandenen Infrastruktur? Die Argumente für eine Cloud-Plattform liegen vor allem in den geringen Betriebs- und Wartungskosten, der Datensicherheit und der Verfügbarkeit, so dass physikalische Ausfälle praktisch gegen Null gehen. Außerdem ist jederzeit eine stabile Internetleitung für VoIP gegeben. Ein Nachteil liegt z.B. darin, dass die Autoprovisionierung der IP-Telefone nicht empfohlen wird, da durch offene Ports Sicherheitsrisiken bestehen.

2. Basisfunktionen oder „Must-haves“: Konferenzfunktion, Anrufe halten, weiterleiten und makeln, Warteschleifenmusik, Anrufgruppen, konfigurierbarer Anrufbeantworter, integrierter Sicherheitsmechanismus – wie Firewall, Faxunterstützung, automatische Anrufweiterleitung, Codes für Videotelefonie usw.. Es ist wichtig am Anfang zu klären, welche Funktionen benötigt werden und worauf eventuell verzichtet werden kann.

3. Sicherheit: Ist es möglich ausgehender Anrufe sowohl bezüglich der Anrufanzahl und –dauer, als auch geografisch einzuschränken? Gibt es eine individuelle Einschränkung und Sperrung von Anmeldeversuchen? Ist eine Zugriffsbeschränkung durch das Filtern von IP-Adressen gegeben?

4. Integration in die Umgebung: Es ist wichtig zu überprüfen, wie die Integration der neuen PBX-Telefonanlage per Schnittstelle in bestehende Infrastrukturen möglich ist. Stimmen die Schnittstellen bestehender Systeme mit der neuen Telefonanlage überein? Voraussetzung dafür ist das Schnittstellenprotokoll LDAP, um z.B. auf Active Directory oder Open Directory zuzugreifen. Nur so wird die Verknüpfung mit dem CRM-System, einem E-Mail-Client oder gegebenenfalls Computer Telephony Integration (CTI) möglich.

5. Endgeräte: Unterstützt die PBX-Telefonanlage meine eventuell schon vorhandenen oder geplanten Endgeräte und können diese autoprovisioniert werden?

6. Zu beachtende Extras: Sind Softphones, CTI-Clients oder Apps für Mobilgeräte bereits beim Kauf enthalten oder muss hier auf Third-Party-Installationen zurückgegriffen werden?

 

Wenn all diese Fragen erst einmal geklärt sind, steht der erfolgreichen Arbeit mit VoIP und der für Sie passende PBX-Telefonanlage nichts mehr im Wege. Wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg!

 

Über brainworks

Der Value-added-Distributor brainworks computer technologie GmbH aus München versteht sich als Lösungsanbieter und hat neben der PBX-Telefonanlage Kerio Operator der Firma GFI Software, auch passende IP-Telefone von Htek, RTX DECT-Telefone, Headsets, ESTOS CTI-Produkte und Gateways von Beronet im Portfolio. Die Kombination der sorgsam ausgewählten und getesteten VoIP-Produkte gepaart mit entsprechender Serviceleistung und der Kooperation mit dem SIP-Trunk Anbieter easybell macht brainworks zum umfassenden und verlässlichen VoIP-Partner für IT- und ITK Händler im deutschsprachigen Raum.

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