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Neue Freiheit? Alter Hut! easybell begrüßt das Ende des Routerzwangs

Avatar of Julia Günther Julia Günther - 16. August 2016 - ISDN, Telefonie, VoIP, easybell website, DSL

Während wir uns bereits ausgiebig mit dem nahenden Ende von ISDN beschäftigt haben, ist ein weiterer, längst überholter Ballast der Telekommunikationsbranche nun offiziell abgeschafft worden: Der Routerzwang. Seit dem 1. August können Provider Kunden nicht mehr zwingen, ein vorgegebenes Endgerät, also Router oder Modem, zu nutzen. Dank der Überarbeitung des „Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen“ (kurz: FTEG) ist bindend festgelegt, dass Kunden die Router nutzen dürfen, die sie nutzen wollen und nicht die, die Sie seitens ihres Providers nutzen müssen.

Trotz aller Sicherheitsbedenken, die viele Anbieter schon lange im Vorfeld äußerten, verabschiedete die Bundesregierung den Gesetzesentwurf im letzten Jahr. Dank des neuen Gesetzes zur Routerfreiheit werden auch Modem- und Routerhersteller unabhängiger von bestimmten Netzbetreibern, was wiederum den Wettbewerb beleben soll. Keine schlechte Idee finden wir, denn bei easybell gehört die freie Routerwahl bereits seit sechs Jahren zum Leistungsangebot.

 

Was bedeutet die neu gewonnen Routerfreiheit eigentlich konkret?

„Bisher durfte ein Provider das Endgerät als ‚aktiven Zugangspunkt‘ in seinem Netz festlegen“, erklärt Steffen Hensche, Marketingleiter bei easybell. „Das ist nun Vergangenheit. Der Router gilt jetzt als ‚aktives Endgerät‘ und die Telefon- oder Kabeldose wurde als ‚passiver Netzabschlusspunkt‘ definiert.“ Die Entscheidung über das Endgerät obliegt dem Nutzer. Kunden, die ab dem 1. August 2016 einen neuen Vertrag abschließen oder einen bereits bestehenden Vertrag verlängern, dürfen sich ihr Endgerät selbst aussuchen. Altverträge oder solche, die sich automatisch verlängern, sind nicht zwingend eingeschlossen, da in diesen Fällen kein neuer Vertrag abgeschlossen wird. Einige Anbieter zeigen sich hier aber kulant.

Doch ohne die Daten für den Gerätezugang bringt das erst einmal nichts. So wurden die Provider mit dem neuen Gesetz auch dazu verpflichtet, die Bereitstellung der Informationen und Zugangsdaten für VoIP und Internet dem Kunden unaufgefordert und kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dem kamen viele DSL-Anbieter in den Monaten nach Verabschiedung des Entwurfes bereits nach, was sehr gut anhand einer vom Breitbandgerätehersteller AVM erstellten Anbieter-Tabelle verfolgt werden konnte. Auch die Kabel-Anbieter haben seit dem 1. August nachgezogen.

Wichtig zu wissen: Provider dürfen Endgeräte auch weiterhin anbieten. Wenn klar ist, dass nur dadurch ihre angebotenen Leistungen garantiert werden, können die Anbieter mit dem Kunden einen „Individualvertrag“ aushandeln. Der Kunde verzichtet dann zugunsten des angebotenen Leistungsumfangs (inklusive Anspruch auf Support) auf seine Routerfreiheit. In diesem Fall muss der Provider aber auch keine Zugangsdaten herausgeben. Außerdem müssen die Anbieter dem Kunden nicht alle Funktionen anbieten. Einige Kabel-Anbieter koppeln z.B. die Bereitstellung mehrerer Leitungen und Rufnummern an das eigene, aufpreispflichtige Gerät.

Die Provider sind außerdem nicht verpflichtet, eine Kompatibilität mit gängigen Routern zu gewährleisten. So setzen einige Kabelanbieter auf den veralteten Standard PacketCable 1.5, der von AVM FRITZ!Boxen nicht unterstützt wird, sodass Kunden zwar mit dem eigenen Router ins Netz gehen, aber die Telefonie nicht nutzen können.

Für Businessprodukte gelten zwei Möglichkeiten, die seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) dargelegt wurden:

  1. Der Geschäftskunde geht einen wie zuvor beschriebenen Individualvertrag ein, verzichtet dann aber darauf, dass ihm seine Zugangsdaten mitgeteilt werden.
  2. Der Geschäftskunde behält sein Routerwahlrecht, hat aber dann keinen Anspruch auf volle Leistungen wie das Einrichten von VPN-Tunneln oder dem Support per ACS (Auto Configuration Server, hier können Einstellungen des Kundenrouters eingesehen oder verändert werde).

Die vom Provider angebotenen Geräte sind häufig gebrandet. Der Anbieter hat also die Firmware des Routers oder Modems zur Anpassung an seine eigene Infrastruktur verändert. Der Nachteil für den Kunden: bestimmte Einstellungen im Gerät können nicht selbstständig geändert werden. Viele Provider unterbinden damit die Nutzung anderer VoIP-Anbieter, die kostengünstiger sind, über ihre Router. Dadurch ist das Gerät häufig auch nicht mehr mit anderen Anbietern kompatibel und wird mit einem Providerwechsel zu einem Stück Elektroschrott. Einen nicht gebrandeten Router zu nutzen ist daher auch für die Umwelt von Vorteil.

 

Neue Routerfreiheit? Für easybell ein alter Hut!

Da ging also ein echter Ruck durch die Telekommunikationslandschaft, der Ihnen als Kunde aber wichtige Vorteile verschafft, wie es Herr Hensche zusammenfassend erläutert: „‚Freie Routerwahl‘, das heißt: Sie erhalten unaufgefordert und kostenlos all Ihre notwenigen Zugangsdaten, völlig egal, welcher Anbieterdienst in Anspruch genommen wird. Und: Die lästige Neuanschaffung weiterer Geräte bei einem Anbieterwechsel entfällt komplett!“ Klingt doch super!

Da easybell diese Kundenvorteile bereits seit 2010, also lange vor Verabschiedung des Gesetzes, wichtig waren, konnten und können Sie bei unseren DSL-Angeboten immer selbst entscheiden, welche Hardware Sie wählen möchten.

Das heißt also, Sie als Kunde müssen keinen von easybell angebotenen Router kaufen oder mieten, um die vollen Produktleistungen zu erhalten. Entscheiden Sie sich für unseren Router, so erhalten Sie ihn vorkonfiguriert und versandkostenfrei.

 

Shoppen bei easybell – entdecken Sie unser Kundenportal!

Über unseren Shop erhalten Sie eine ungebrandete FRITZ!Box 7490 zum Vorzugspreis von 169 €. In einigen Tarifen haben Sie zudem die Option, das Gerät für nur 4,50 €/Monat zu mieten. Weiterhin haben Sie auch die Möglichkeit, das dazu passende FRITZ!Fon C5 zu bestellen. Der Shop befindet sich in unserem übersichtlichen Kundenportal, in dem Sie sich schnell und intuitiv zurecht finden. Ob das von Ihnen gebuchte Produkt, Ihre Zugangsdaten, Ihre persönlichen Daten, Rechnungen oder verschiedene Telefonfunktionen – alles ist übersichtlich angeordnet und nur einen Klick entfernt. So lassen sich alle benötigten Informationen sehr gut selbst verwalten. Schauen Sie doch einfach einmal vorbei und entdecken Sie auch als Bestandskunde noch interessante Features in unserem easybell Kundenportal!

Und nicht vergessen: Sie haben die Wahl!

 

Quellen und interessante weiterführende Links (Stand 04.08.2016):

 

 

 

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4 Kommentare

easybell Team

07. Oktober 2016

Hallo Michael,

nichtsdestotrotz sind wir von der Qualität und dem Preis-Leistungs-Verhältnis der FRITZ!Boxen überzeugt. Deshalb empfehlen wir unseren Kunden auch weiterhin die Nutzung der Geräte von AVM.


Michael

30. September 2016

Alternativen

@easybell Team:

Dann wäre aber eine Auswahl von mindestens 2 Geräten ganz nett.

 

Es gibt auch Leute die lassen sich das Gerät einmal von jemandem einrichten, der davon Ahnung hat um ins Netz zu kommen und mit gewöhnlichen Festnetztelefonen zu telefonieren. Danach rühren die das Ding erst wieder an, wenn es kaputt ist oder aus anderen Gründen ausgetauscht werden soll. Und außer "normal" telefonieren wie zu Analog-Zeiten und mit dem Computer ins Netz brauchen die keine Zusatzfunktionen. Ich spreche da bei meinem Onkel aus Erfahrung. Als ich dem später, als ich dann auch bei easybell war, erzählt habe dass ich nur ein Bruchteil von seiner Investition ausgegeben habe, war er nicht gerade begeistert. Das wusste ich damals aber nicht besser.

Einige brauchen sogar gar kein Festnetztelefon und wollen nur ne richtige Internetflat. Dann sind 30 Euro besser als 170 Euro.


easybell Team

12. September 2016

Hallo Michael,

wir bieten optional FRITZ!Boxen an, da diese zuverlässig sind und ein sehr intuitives User Interface bieten, das auch von weniger versierten Nutzern verstanden wird. Außerdem bieten wir die FRITZ!Box günstiger als im Fachhandel an.

Sicherlich gibt es auch billigere Geräte, doch diese bieten nach unseren Erfahrungen Nachteile in den oben genannten Bereichen. Es ist bei uns aber jedem freigestellt, welches Gerät er einsetzen möchte.


Michael

09. September 2016

Ganz so frei nun auch nicht

So ganz frei ist und war easybell ja auch nicht. Man bekam zwar die teure Fritzbox nicht vorgeschrieben, aber nahegelegt. Wer sich nicht so gut auskannte, zahlte da das zig fache, als was er / sie bei einem Router eines billigeren Herstellers gezahlt hätte weil man bei Fritz den Namen mitbezahlen muss. Da fließen doch sicher Provisionskosten von Fritz an easybell, oder?

 

Falls dieser Kommentar nicht veröffentlicht werden sollte, verstehe ich meine letzte Frage als mit "Ja" beantwortet.


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