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Gastbeitrag von Askozia: So gelingt der Wechsel auf VoIP für Unternehmen

Avatar of Raiko Schulz Raiko Schulz - 22. September 2016 - Telefonanlage, SIP Trunk, VoIP, ISDN

Der deutsche Telekommunikationsmarkt befindet sich im Umbruch. Die Deutsche Telekom plant, bis 2018 das ISDN-Netz abzuschalten und vollständig auf IP-Telefonie umzustellen. Da in Zukunft alle Netzwerk- und TK-Dienste dieselbe Infrastruktur nutzen, spricht man auch von All-IP. Unternehmen stehen oftmals vor weitreichenden Veränderungen, da viele noch eine eigene ISDN-Telefonanlage betreiben. Daher wollen wir uns hier auf den eigentlichen Umstieg im Unternehmen konzentrieren.

 

ISDN wird zu SIP Trunks

Moderne IP-Telefonanlagen sind praktisch ausnahmslos in Software realisiert. Die meisten Hersteller sprechen von PBX (Private Branch Exchange). IP-Telefone, SIP-Trunks und weitere Dienste werden über das lokale Netzwerk oder das Internet mit der PBX verbunden.

Wird von IP-Telefonie gesprochen, dann in der Regel auch von SIP, dem am weitesten verbreiteten Verbindungsprotokoll für IP-Telefonie. Von Internetdienstleistern (ISPs) wie easybell angeboten, ersetzen SIP-Trunks alle Arten von ISDN-Anschlüssen. Im Gegensatz zu traditionellem ISDN können beliebig viele Rufnummern hinzugebucht werden. Bestehende SIP-Trunks können meist mit einem Klick in der Weboberfläche des ISPs oder einem Anruf erweitert werden.

Da Rufnummern bei IP-Telefonie nicht mehr leitungsgebunden sind, können sie mit wenig Aufwand bei Wechsel zu einem neuen Anbieter mitgenommen werden. Als Ihr neuer SIP-Anbieter bietet easybell diese Dienstleistung kostenfrei an. Des Weiteren lassen sich ausländische SIP-Trunks einfach anbinden, um selbst günstig ins Ausland zu telefonieren oder von Kunden über lokale Rufnummern im Ausland angerufen werden zu können.

Keine Angst vor dem Umstieg

Wie bei allen strategisch bedeutsamen Projekten, gilt es, sich zunächst einen Überblick über den Zustand der vorhandenen TK-Infrastruktur zu verschaffen. Auch die Dauer von abgeschlossenen Wartungs- und Serviceverträgen ist zu berücksichtigen.

Viele Unternehmen schieben den Umstieg auf VoIP aus verschiedenen Gründen auf, etwa mit der Befürchtung dass der Wechsel sich schwierig gestalten könnte und bsw. Faxgeräte oder EC-Cash-Terminals nicht ohne weiteres ausgetauscht werden können. Auch Türsprechstellen oder Alarmanlagen sind oft über die Telefonanlage angebunden und haben teilweise sogar einen eigenen Telefonanschluss. Andere Unternehmen wollen ihre erst kürzlich in Betrieb genommene TK-Anlage nicht schon wieder ersetzen.

Vor dem Umstieg auf All-IP müssen Unternehmen daher eine grundsätzliche Entscheidung treffen: die aktuelle TK-Hardware weiterhin zu nutzen und eine Brücke zur neuen Technologie zu bauen, oder vollständig auf All-IP umzustellen. Um bisherige Hardware vorerst weiter zu nutzen, gibt es zusätzliche Hardware in Form von Gateways und Interface-Karten, die zwischen der alten ISDN-Telefonanlage und den neuen All-IP-Anschlüssen übersetzt.

Allerdings lassen sich auf diesem Wege die Vorteile von All-IP kaum nutzen. Dafür ist ein vollständiger Wechsel von TK-Infrastruktur und Endgeräten auf All-IP notwendig. Außerdem muss das lokale Netzwerk (LAN) einige Grundvoraussetzungen erfüllen.

Planungsphase

Alle Netzwerkkomponenten sollten Quality of Service (QoS) unterstützen, um Sprachpakete bevorzugt und ohne zeitliche Verzögerung übertragen zu können. Verschiedene virtuelle Netzwerke (VLANs) einzurichten und die Stromversorgung von Endgeräten über Power-over-Ethernet (PoE) ist ebenfalls sinnvoll und führt zu einer schlankeren Infrastruktur.

Für den Wechsel von ISDN auf All-IP kann ein bestimmter Termin festgelegt werden. Da die Umstellung am Stichtag immer noch innerhalb eines größeren Zeitfensters geschehen kann, ist sorgfältige Planung und Vorkonfiguration der neuen TK-Anlage unverzichtbar. Es ist außerdem unbedingt ratsam, die alte TK-Anlage nicht überstürzt abzubauen. Als Beispiel wäre der denkbar schlechteste Fall, an einem Freitagnachmittag die alte TK-Anlage komplett durch die neue IP- Telefonanlage zu ersetzen, und am Montagmorgen mit der neuen Technologie direkt ins Tagesgeschäft starten zu wollen. Neben allen technischen Herausforderungen, müssen auch die Mitarbeiter eingebunden und geschult werden, da sich gewohnte Abläufe ändern werden.

Sanfte Migration

Für einen reibungslosen Umstieg sollte eine so genannte sanfte Migration geplant und durchgeführt werden, bei der die alte ISDN- und die neue IP-Telefonanlage für eine Übergangszeit parallel betrieben werden. So kann Funktionalität der neuen Anlage in einem kleinen Teil des Unternehmens getestet werden, ohne das Tagesgeschäftes zu gefährden. Nach der anfänglichen Test- und Pilotphase werden alle Abteilungen schrittweise umgestellt und jede Abteilung sowohl in die neue Telefonanlage als auch in die neuen IP-Telefone eingewiesen.

Am Ende der sanften Migration sind alle bisherigen Systemtelefone durch IP-Telefone ersetzt. Die IP-Telefonanlage wird über ein Gateway mit dem ISDN-Anschluss oder der alten TK-Anlage ebenso verbunden, wie mit weiterhin benötigten ISDN- und Analoggeräten wie z. B. Fax oder Alarmanlage.

Über Askozia

Askozia entwickelt seit 2006 IP-Telefonanlagen und ist heute ein internationaler Hersteller von Echtzeit-IP-Kommunikationstechnologien und PBX-Software für kleinere und mittlere Unternehmen. Askozia setzt auf offene Standards für Interoperabilität und einen fairen Preis ohne künstliche Nutzerbeschränkungen. Erfahren Sie mehr auf askozia.com/de!

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