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easybell informiert: Wenn die Telekom zweimal klingelt

Avatar of Julia Günther Julia Günther - 17. November 2016 - Telefonie, DSL, easybell website

Wer kennt das nicht oder hat nicht zumindest schon einmal davon gehört: Da hat man sich extra einen Tag frei genommen, um dem sehnlichst erwarteten Telekom-Techniker die Tür zu öffnen, damit endlich das Internet freigeschaltet wird und dann das: er kommt nicht. Dann ist der Ärger erst einmal groß! Um diesen und noch größeren zu vermeiden, widmen wir uns heute dem Thema „Technikertermin“. Denn Klärungsbedarf herrscht da allemal, weiß auch unser easybell-Experte und Verantwortlicher unseres Supportbereich DSL, Stefan Riemann.

 

Warum kommt eigentlich ein Techniker der Deutschen Telekom?

Um zu verstehen, warum überhaupt ein Techniker der Deutschen Telekom bei Ihnen vorbeikommen muss, ist es wichtig zu wissen, wie DSL-Schaltungen funktionieren. „easybell arbeitet als Provider mit verschiedenen Carriern, also Leitungsnetzbetreibern zusammen“, erklärt Stefan. „Jeder Carrier hat sein eigenes Leistungsnetz. Die Teilnehmeranschlussleitung oder auch ‚letzte Meile‘ einer jeden Leitung gehört jedoch immer der Telekom, ganz gleich, wer der Provider und wer der Carrier ist.“ Einzige Ausnahme: Kabelnetzbetreiber und einige lokale Anbieter. Im Falle einer DSL-Schaltung muss also immer ein Telekomtechniker entweder zur Schaltung zu Ihnen nach Hause kommen oder aber die Schaltung kann von der Vermittlungsstelle durchgeführt werden. Für diese Fernschaltung braucht niemand zuhause zu sein. Welche Variante allerdings durchgeführt wird, entscheidet letztlich die Telekom. 

 

 

Viel Lärm um nichts? Nicht ganz!

Aber gibt es wirklich so viele nicht zustande gekommene Technikertermine? Die Bundesnetzagentur zumindest hat keine genauen Zahlen dazu. Aus unserem Alltagsgeschäft heraus können wir von etwa neun von 100 geplatzten Technikerterminen sprechen.

In einem Bericht zum Thema ist sogar von der Telekom als „Türsteher des Internets“ die Rede. Stefan kann darüber nur schmunzeln: „Sagen wir mal so: dieser Türsteher muss auch die Gäste seiner Konkurrenten in den Club lassen, ob ihm nun deren Schuhe gefallen oder nicht. Dass er dabei öfters mal seine Muskeln spielen lässt, hindert uns nicht daran, uns anzustellen.“

 

Warum kann der Technikertermin nicht am Nachmittag oder an einem Samstag stattfinden?

Viele Kunden klagen zu Recht darüber, dass der Technikertermin immer an einem Wochentag und zwangsläufig vormittags ist. „Tatsächlich führt die Telekom den ganzen Tag Schaltungen durch – jedoch nicht beim Kunden. Hier lautet das feste Zeitfenster stets 8-13 Uhr“, so Stefan. „Aus Effizienzgründen fährt der Techniker vormittags erst mehrere Kunden an, fährt dann in die Vermittlungsstelle und schaltet von dort aus die bereits kundenseitig vorbereiteten Leitungen durch. Auch Fernschaltungen werden in der Regel bis 18 Uhr – also vorrangig nachmittags – durchgeführt.“ 

 

Was Sie als Kunde wissen sollten

Die Techniker der Telekom sind stets bemüht, ihren Job reibungslos zu erledigen. Aber auch sie sind nur Menschen mit vollen Auftragslisten und wenig Zeit, was bedeutet, dass für individuelle Befindlichkeiten nur wenig bis gar kein Raum bleibt. Daher ist es nicht möglich:

  • dass der Techniker am selben Tag nochmals bei Ihnen vorbeischaut, sollten Sie nicht dagewesen sein,
  • außerhalb des für den Kunden vorgesehenen Schaltzeitfensters zu kommen oder
  • den Schlüssel beim Nachbarn abzuholen, weil Sie nicht da sein können.

„All diese ‚Sonderwünsche‘ müssen wir unseren Kunden aus, wie wir finden, verständlichen Gründen täglich abschlagen“, erklärt Stefan und räumt ein: „Ich weiß, dass es manchmal schwierig ist, sich mitten in der Woche vormittags bis zu fünf Stunden Zeit zu nehmen und auf einen Techniker zu warten. Es ist jedoch nun einmal unumgänglich – also sollten wir gemeinsam das Beste daraus machen und nach Kräften verhindern, dass der Techniker aus vermeidbaren Gründen ein zweites Mal anrücken muss.“ 

 

Worst Case Scenario: Ich habe die Klingel richtig beschriftet, bin zuhause, warte, aber niemand kommt. Was ist falsch gelaufen?  

„Dafür gibt es mehrere Ursachen, die uns leider die Telekom auch in der Regel nicht mitteilt“, so Stefan. „Möglicherweise hat der Techniker die Adresse oder das Klingelschild nicht gefunden. Oder er brauchte bei einem vorherigen Kunden länger, wodurch er einen oder mehrere der folgenden Kunden nicht mehr schafft. Leider hilft in diesen Fällen nur noch ein neuer Termin. „Auch wenn das Kunden immer wieder fordern und auch wir uns manchmal wünschen würden, haben wir weder Kontaktdaten oder die Handynummer des Technikers noch können wir diesen zurück zum Kunden beordern“, erklärt Stefan, „die Auftragserteilung für die Schaltungen, oft auch an Subunternehmer, liegt vollkommen in den Händen der Telekom.“

 

Die beste Lösung: Vermeiden Sie einen Technikertermin

Sie können den Technikertermin vermeiden, wenn Ihr Telefonanschluss bereits aktiv ist. Dann sind wir nämlich in der Lage, diesen zu übernehmen und er muss nicht erst von der Telekom freigeschaltet werden.

Bei einer Anschlussübernahme können wir auf Ihren bereits vorhandenen Anschluss schalten, nachdem der Altanbieter den Anschluss abgeschaltet hat. Die Deutsche Telekom kennt in diesem Fall noch den Leitungsweg vom Hauptverteiler bis in Ihre Wohnung und kann so eine Fernschaltung vornehmen. 

Was Sie bei der Anschlussübernahme beachten sollten:

  1. Es muss genügend Vorlaufzeit vorhanden sein – absolutes Minimum sind hier vier Wochen, die Regel sind eher sechs.
  2. Auch die Adresse muss dieselbe bleiben: eine Anschlussübernahme lässt sich nicht mit einem Umzug kombinieren.
  3. Die Anschlussinhaber des alten und neuen Anschlusses müssen identisch sein.
  4. Es muss wenigstens eine Rufnummer mitgenommen werden. 

Doch auch bei Neuanschlüssen, also z.B. wenn Sie gerade in eine neue Wohnung gezogen sind, können Sie den Technikertermin vermeiden, indem Sie uns Ihren Vormieter bzw. den letzten Leitungsinhaber mit Namen und Ortsrufnummer nennen. Wir geben dies an die Telekom weiter, die möglicherweise noch den korrekten Leitungsweg gespeichert hat und so eine Fernschaltung in die Wege leiten kann. Das hängt natürlich auch davon ab, wie lange der Anschluss schon deaktiviert war.

Ob eine Schaltung ohne Technikertermin bei Ihnen möglich ist, erfahren Sie von uns zuvor per E-Mail. Am Schaltungstag selbst müssen Sie dann nicht zuhause sein. Was genau am Tag der Schaltung ohne Technikertermin passiert, können Sie hier noch einmal nachlesen.

Sollten Sie selbst ausziehen, dann ersparen Sie Ihrem Nachmieter doch einfach die Neuschaltung eines DSL-Anschlusses. Bei easybell können Sie nämlich bequem und kostenlos einen Vertrag an einen Nachmieter übergeben. Der neue Mieter spart so auch einmalige Kosten und kann ab dem ersten Tag des Einzugs den DSL-Anschluss nutzen. 

 

Unsere easybell-Tipps für einen „sorgenfreien“ Technikertermin

Lässt sich ein Technikertermin allerdings nicht vermeiden, können folgende kleine, aber effektive Tipps helfen:

  1. Vorbereitung ist alles: Briefkasten und Klingel müssen mindestens mit dem Nachnamen des Anschlussinhabers beschriftet sein.
  2. Zudem muss auch Zugang zum Hausverteiler (APL) bestehen. Dieser befindet sich meist im Keller.
  3. Die TAE-Dose (Telefondose) sollte freigeräumt und gut zugänglich sein.
  4. Strom oder ein Router sind hingegen nicht erforderlich: der Techniker hat sein eigenes Prüfmodem dabei, welches batteriebetrieben läuft. 

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass es nach der Schaltung bis zu 24 Stunden dauern kann, bis Ihr Anschluss die volle Bandbreite erreicht. 

 

Noch Fragen?

Schauen Sie gern einmal in unser easybell-Hilfecenter. Hier finden Sie ausführliche Antworten auf die meist gestellten Fragen zu den Themen DSL-Schaltungen und Technikerterminen, wie zum Beispiel:

sowie viele weitere Fragen zum Thema. Selbstverständlich ist unser Supportteam unter support@easybell.de sowie telefonisch unter der 030 - 80 95 1030 für Sie erreichbar – damit Ihr Techniker kein zweites Mal kommen muss!

 

Quellen und weiterführende Links

 

 

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